Informationsreise Bosnien & Herzegowina - Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien für Industrie- und Gewerbegebäude

Im Rahmen der Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisieren wir, die energiewaechter GmbH, Informationsreisen für ausländische Delegationen nach Deutschland. Ziel ist es, den Delegationen einen Überblick über die Anwendungsfelder von klimafreundlichen Energielösungen in Deutschland zu geben und von der deutschen Wirtschaft entwickelte Lösungsansätze und Praxisbeispiele zu erläutern.

Programm

  • Besichtigung von Referenzobjekten und Unternehmen
  • Netzwerkveranstaltung mit deutschen Unternehmen

Weitere Informationen folgen.

Teilnahme

Für allgemeine Fragen bezüglich des Ablaufs der Informationsreise sowie des Anmeldevorgangs können Sie sich gerne an Herrn Elsäßer wenden. Er nimmt auch Ihre Anmeldung per E-Mail entgegen.

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an Hersteller und Dienstleister in den folgenden Branchen:

  • Technologien zur Unterstützung der dezentralen Energieversorgung: Kleinwasserkraft, Photovoltaik, Kleinwindkraft, Bioenergie und oberflächennahe Geothermie
  • Anbieter von Technologien Energiespeicherung (Strom und Wärme)
  • Ingenieurtechnische Dienstleistungen: Energieeffizientes Gebäudedesign
  • Heizungs- und Kühlsystemen
  • Technische Beleuchtung und Lichtsteurungssysteme
  • Lüftungsanlagen
  • Produktionstechnik
  • Energetische Sanierung von Gebäuden

Zielmarkt Bosnien & Herzegowina

Die bosnisch-herzegowinische Industrie verfügt über ein großes Potenzial zur Verbesserung. Die inländischen Unternehmen sind sehr energieintensiv und verbrauchen viel Energie pro produzierter Produkteinheit. Gleichzeitig entwickeln sich einige Betriebe, insbesondere exportorientierte, sehr positiv mit Gespür für die Notwendigkeit des effizienten Energiemanagements. Der Anteil der Industrie am Endenergieverbrauch beträgt etwas mehr als 20%, davon entfällt der Großteil auf Strom 42%, Erdöl 22%, Kohle 16% und Erdgas 15%. In BiH haben energieintensive Industrien wie die Stahl- und Aluminiumerzeugung und –Verarbeitung traditionell eine hohe Bedeutung. Hinzu kommen Maschinenbau, Holz- und Möbelindustrie, sowie die Textil- und Lebensmittelindustrie. Vielerorts wird weiterhin Technologie aus der Vorkriegszeit mit entsprechend geringem Wirkungsgrad verwendet. Neben den ineffizienten Technologien ist auch die mangelnde Gebäudeisolierung als Ursache für einen enormen Energieverlust zu nennen. Im Fokus stehen daher: Sanierung und Modernisierung von Produktionsgebäuden, Erneuerung von Systemen zur Stromverteilung, technische Beleuchtung und Lichtsteuerungssysteme, Heizungs- und Kühlsysteme, Lüftungsanlagen, Produktionstechnik.

Da BiH zukünftig auf die Entwicklung des Privatsektors setzen wird und insbesondere auf eine Entwicklung der Industrie, besteht hier sehr großes Potenzial. Das Ziel für die Energieeffizienz in der Industrie für den Zeitraum 2009 - 2018 war eine Energieeinsparung von 17% gegenüber dem Energieverbrauch im Jahr 2010. Dieses Ziel wurde jedoch nicht erreicht, und es gibt noch viel Platz für die Nutzung von Erneuerbaren Energien in der Branche in BiH. Nach dem NEEAP werden weitere Investitionen von 438 Mio. EUR benötigt um das 17% Ziel zu errreichen.

Energieeffizienzprojekte in BiH werden zudem von diversen Institutionen unterstützt. Bisher wurden Mittel für Energieeffizienzprojekte sowohl von internationalen Organisationen als auch inländischen Institutionen bereitgestellt. Die technologischen Mängel bei gleizeitig einsetzender Entwicklung der Industrie generieren einen hohen Erneuerungsbedarf und somit hervorragende Absatzchancen für deutsche Unternehmen.

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Autor der Seite

  • Silke Jenssen

    Marketing Managerin

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